Blumenteppich zum Fronleichnamsfest

Wie in vielen anderen Kirchengemeinden auch konnte in diesem Jahr das Fronleichnamsfest nur ganz schlicht gefeiert werden. Vielleicht gerade deshalb fiel so manchem Gottesdienstbesucher das Festgeheimnis so richtig ins Herz …. „Jesus Christus, der Auferstandene - immer da für uns in seinem Wort, seinem Handeln, in einem Stück Brot gegenwärtig“.

In Besigheim durften wir uns freuen über einen wunderschönen Blumenteppich vor dem Altar: mit Blüten angedeutet das Kreuz und die fünf Wunden des Gekreuzigten. Dieses Motiv hat wohl so manchen Beter / so manche Beterin an diesem Feiertag angesprochen, denn der Verzicht auf so viele – auch kirchliche – Rituale schmerzt in diesen Tagen der Coronakrise.

Danke an Frau Doris Löwenkamp für dieses Zeichen unseres Glaubens.

Hans R. Drescher, Pfarrer

Osterzeit ohne Gottesdienste und Gemeinschaft

Enttäuschungen bei FirmbewerberInnen und Erstkommunionkindern; die Menschen in den Seniorenhäusern leiden unter der Isolation von ihren Angehörigen

Liebe Gemeindemitglieder,

der letzte öffentliche Gottesdienst in der Gesamtkirchengemeinde war die Eucharistiefeier am Montagabend, 16.03. in Gemmrigheim; dann griff die Anordnung des Bischofs, keine öffentlichen Gottesdienste mehr zu feiern. Und so erlebten wir sehr außergewöhnliche Kar- und Ostertage, eine Osterzeit, in der es bis heute nicht möglich ist, gemeinsam die Osterlieder zu singen. Jemand erzählte, dass er noch nie so bewusst, das Licht der Osterkerze nach Hause getragen hat…

Zwar dürfen wir seit dem 09./10. Mai wieder miteinander Eucharistie feiern, aber die Schutzauflagen sind so hoch, dass wir das erst einmal bis einschließlich 05. Juli 2020 nur in zwei Kirchen – in Kirchheim und Besigheim – tun können. Wir feiern dort jeweils Eucharistiefeiern mit maximal 40 Personen; zu den Gottesdiensten – so die Vorschrift der Diözesanleitung - muss man sich anmelden (im Pfarrbüro in Besigheim zu den Öffnungszeiten: dienstags von 8.00 – 12.00 Uhr und 14.00 - 18.00 Uhr, donnerstags und freitags von 8.00 – 12.00 Uhr).

Für uns alle waren die vergangenen Wochen mehr als seltsam; am schwierigsten sicherlich für die älteren Menschen – vor allem in den Seniorenheimen -, die plötzlich keine Besuche von ihren Angehörigen und lieben Menschen mehr bekommen konnten. Ein österlicher Brief an alle Gemeindemitglieder ab 75 Jahren mit Impulsen zu den Kar- und Ostertagen konnte da nur eine kleine Geste sein; ebenso wie eine Rosenblüte für alle SeniorenheimbewohnerInnen.

Die Erstkommunionkinder erhielten Impulskarten, mit denen sie und ihre Familien Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, die Osternacht, Ostersonntag und den Emmausgang nachempfinden konnten.

Viele haben sich gefreut über die medialen Angebote von Impulsen und Gottesdiensten z.B. seitens der Diözese. Herrn Andy Dorroch aus Kirchheim ein großes Danke für seine Tagesimpulse mit Gebeten, Gedankenanstößen oder tiefsinnigen Geschichten.

Dankeschön auch all jenen Ehrenamtlichen, die sich gemeldet haben, um für andere Menschen Einkaufsdienste etc. zu übernehmen.

Für die FirmbewerberInnen und die Erstkommunionkinder hat die Corona-Krise einen tiefgreifenden Einschnitt gebracht.

Nur ein paar Tage vor den Firmterminen setzte die Diözesanleitung alle Firmungen aus – da war nicht nur die kirchliche Feier schon vorbereitet, sondern auch Gäste hatten ihr Kommen geplant, die Familienfeiern mussten schnellstmöglich abgesagt werden. Die Firmungen, die im betroffenen Zeitraum geplant waren, werden auf das Frühjahr 2021 verschoben. Wir danken besonders herzlich den Firmlingen und ihren Angehörigen für das Verständnis dieser Maßnahme, zu der sich unser Bischof und die Diözesanleitung genötigt sahen.

Unsere Erstkommunionkinder wurden ebenfalls sehr enttäuscht; fünf Festgottesdienste hätten es werden sollen; die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren. Stand heute werden die Erstkommunionkinder an den Samstagen im Oktober zum ersten Mal die Heilige Kommunion empfangen können. Genauere Terminplanungen sind leider immer noch nicht möglich; das Pastoralteam hofft noch, dass die Beschränkungen für die Feier von Gottesdiensten bis dahin noch etwas gelockert werden können, sonst müssen wir in sehr kleinen Gruppen diesen Tag begehen. Geplant ist aber schon heute, dass wir für alle Erstkommunionfamilien dieses Jahres einen großen Familientag ausrichten werden – und zwar am 01. Mai 2021 mit einem festlichen Familiengottesdienst, mit leckerem Essen, Spiel und Spaß!!! Hoffentlich dürfen wir bis dahin wieder miteinander feiern und uns gemeinsam freuen….

Und auch die neugewählten Kirchengemeinderatsgremien konnten bis heute nicht konstituiert werden;das ist erst nach dem 15. Juni 2020 erlaubt. Aber gratulieren möchte ich – auch im Namen von Pfr. Ephrem Khonde und Frau Mäteling – allen, die zukünftig in den Kirchengemeinderäten Verantwortung für die Gestaltung unserer Gemeinden übernehmen werden.

Ein Dank an alle, die diese Aufgabe in den vergangenen fünf Jahren ausgefüllt haben; ein Dank an alle, die sich zur Wahl gestellt haben.

Auch wenn es scheinbar aufwärts geht, liegt noch eine Zeit vor uns, in der Vieles nicht möglich oder anders ist … Ich denke da zum Beispiel an all die Gemeindefeste, die wir in den Frühlings- und Sommermonaten normalerweise miteinander feiern: Frühlingsfest, Fronleichnam, Johannisfeuer, Christophorusfest ……, um nur einige zu nennen. Auch die ökumenischen Gottesdienste sind laut unserer internen Planung mit den Gewählten Vorsitzenden der Kirchengemeinderäte erst einmal bis Ende August ausgesetzt.

Und sollte es tatsächlich nach den Sommerferien mehr Möglichkeiten geben, wird auch da noch Vieles anders sein müssen: Erstkommunionen an den Samstagen im Oktober, um die Möglichkeit die Firmspendung im Herbst wird noch gerungen, Erntedankgottesdienste in einfacherer Gestaltung, etc.

Ab Montag, 25. Mai werden in unseren beiden Kindergärten Martinshaus in Besigheim und St. Martin in Bönnigheim 50 % der Kinder die Möglichkeit haben, in den Kindergarten zu kommen.

Viele persönliche Gespräche – wenn auch manchmal nur am Telefon – haben uns (Pastoralteam) in eine ganze Bandbreite von Sorgen und Nöten, aber auch von Glaubenszeugnissen und Vertrauen hineingenommen. Wir schließen Sie und all Ihre Anliegen auch weiterhin in unser Gebet ein und wünschen Ihnen, dass Sie an Leib und Seele weiterhin gut durch diese Zeit kommen.

Mit einem frohen Gruß

- für das Pastoralteam –

Ihr Hans R. Drescher, Pfarrer

Einweihung des neuen Gemeindezentrums in Bönnigheim am 21. Oktober 2018

Bilder von der Einweihungsfeier

Seit über 12 Jahren war es ein erklärtes Ziel der Gemeinden Heilig Kreuz und San Antonio Bönnigheim, neue Gemeinderäume zu bekommen. Mehrere Varianten wurden mit den Verantwortlichen im Bischöflichen Ordinariat Rottenburg durchdacht und schließlich der Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhauses beschlossen. Es folgte ein Wettbewerb mit 25 teilnehmenden Architektenbüros, den die BKT-Architekten GmbH aus Heilbronn gewonnen hat.
Im Frühjahr 2017 begannen dann die Bauarbeiten und nach knapp 1,5 Jahren Bauzeit war es nun endlich soweit – wir konnten unser neues Gemeindezentrum seiner Bestimmung übergeben.

Begonnen haben wir den Tag mit einem feierlichen Erntedankgottesdienst, der von den Kindern des Kindergartens St. Martin und vom Chor der Gesamtkirchengemeinde mitgestaltet wurde.
Es folgten verschiedene Grußworte. Diözesanbaumeister Thomas Schwieren beglückwünschte die Gemeindeleitung zu diesem doch auch mutigen Schritt des Neubaus. Er betonte die unterstützende Begleitung durch das Bischöfliche Ordinariat während des ganzen Prozesses und die allzeit gute Zusammenarbeit mit unserer Kirchenpflegerin Frau Karin Nachtigäller.

Auch unser Dekan Alexander König, der evangelische Pfarrer Ulrich Harst und Herr Bürgermeister Albrecht Dautel überbrachten Glückwünsche. Sie sprachen die Hoffnung auf eine dauerhaft gute Zusammenarbeit zum Wohl aller Menschen aus, die mit ihren vielfältigen Anliegen auf uns zukommen werden.

Anschließend erfolgte eine Vorstellung des Gebäudes durch Herrn Markus Happold vom Architektenbüro BKT und die symbolische Schlüsselübergabe in Form eines großen gebackenen Hefezopfes in Schlüsselform.
Bevor die neuen Räume dann endlich betreten werden durften, wurden Gebäude und die Menschen von Dekan König mit Gebet und Weihwasser gesegnet.

Mit Sekt und verschiedenem Gebäck konnten die Besucher nun alle Räume der beiden Etagen auf eigene Faust erkunden. Auch die Pfarrbüros der beiden Gemeinden standen den Menschen offen. Musikalische Unterhaltung gab es vom Sterni-Chor, der von Herrn Joachim Obert an der Gitarre begleitet wurde.
Viele Besucher aus allen Gemeinden der Gesamtkirchengemeinde füllten mit vielen guten Begegnungen und Gesprächen das Gebäude mit Leben. Und das wünschen wir uns auch für die nächsten Jahre – einen Ort zum Feiern, zum Beten, zur Begegnung und zum Wohlfühlen – für Jung und Alt.
So gilt der Dank allen Besuchern und natürlich den vielen Helfern im Vorder- und Hintergrund.

Martina Dermati

Impressionen vom Tag der Gesamtkirchengemeinde 2018

„Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

In diesem Jahr stand der Tag der Gesamtkirchengemeinde ganz im Zeichen des diözesanweiten Prozesses „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“.

Die Gemeindehalle in Walheim kam an ihre Kapazitätsgrenzen, aber es war eine beeindruckende Erfahrung, so viele jugendliche FirmbewerberInnen, so viele Familien und Gemeindemitglieder zum Gottesdienst willkommen heißen zu dürfen. Die Kinder gingen nach der Begrüßung in die Kinderkirche während es im Familiengottesdienst um den oben genannten Prozess ging.

Die Ansprache hielt Frau Angelika Kamlage, die das Prozessteam der Gesamtkirchengemeinde seit gut einem Jahr begleitet. Die Predigt und die kurze Gesprächseinheit nach dem Gottesdienst diente dazu, die erarbeiteten Visionen vorzustellen; das Prozessteam erhofft sich weiterhin über die Rückmeldungen konkrete Ideen zur Umsetzung der Ziele in die Praxis. Über die Ergebnisse werden Sie nach der Sichtung in geeigneter Weise informiert.

Im Anschluss daran bot das gemeinsame Mittagessen die Möglichkeit zur Begegnung; an einigen Tischen wurde aber auch intensiv über die Thematik weiter diskutiert. Allen, die sich inhaltlich eingebracht haben mit ihren Anregungen und Impulsen, aber auch mit ihren Fragen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Dank aber auch an alle, die diesen Tag in jeder erdenklichen Weise vorbereitet und durchgeführt haben.

Hans R. Drescher, Pfarrer

„Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“

In unserer Gesamtkirchengemeinde trifft sich seit September 2016 in regelmäßigen Abständen – im Auftrag der Kirchengemeinderäte - ein sog. Prozessteam, um diesen Weg auch in unserer Gesamtkirchengemeinde zu initiieren. Allem Wunsch nach Aufbruch und Perspektivenwechsel liegt ein innerer Weg zugrunde, der umschrieben werden könnte mit den geistlichen Haltungen „ERWARTEN – LASSEN – VERTRAUEN – WERTSCHÄTZEN“. Wir möchten Sie einladen, diesen Weg mit uns zu gehen und zu gestalten.