Pfingstfest

50 Tage nach Ostern feiert die Kirche das Pfingstfest. Die Apostelgeschichte berichtet davon, dass Gott den Jüngern seinen heiligen Geist gesandt hat. Die Jünger waren nach allem, was sie in den zurückliegenden Wochen und Monaten erlebt hatten, ziemlich unsicher. Sie wussten nicht so wirklich, wie es weitergehen sollte. Und in diese Unsicherheit hinein, schickt Gott seinen Heiligen Geist! Wie ein Sturm kommt er zu den Jüngern und fegt ihre Unsicherheit und ihre Ängstlichkeit weg. Gottes Geist begeistert sie und sie können in allen Sprachen reden.

Die Jünger haben etwas zu sagen, sie haben eine Botschaft, und die Menschen hören ihnen zu. Sie können die Menschen mit ihrer Begeisterung anstecken, andere für die Sache Jesu begeistern.

Es ist etwas in Bewegung gekommen, damals in Jerusalem! Du kannst dir das so vorstellen, wie bei einem großen Event. Vielleicht hast du das bei der Fußball-WM erlebt. Viele Menschen sind begeistert, feiern gemeinsam, lassen sich anstecken! So war das damals in Jerusalem auch. Die Menschen haben sich bewegen, mitreißen lassen. Diese Bewegung hält bis heute an. Viele Menschen haben die Botschaft Jesu und den Glauben weitergetragen. Das ist doch spannend, oder? Wenn es nicht immer wieder Menschen gegeben hätte, die sich begeistern ließen, dann wüssten wir heute nichts mehr von Jesus. Und das wäre sehr schade!

Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“ von Pia Biehl

Christi Himmelfahrt

40 Tage nach Ostern feiern wir das Fest Christi Himmelfahrt. Jesus geht zu seinem Vater in den Himmel. Er hat seinen Jüngern gezeigt: Seht, ich bin auferstanden, ich lebe! Aber ich kann nicht mehr bei euch bleiben, ich gehe zu meinem Vater. Und doch bin ich immer bei euch.

Der Evangelist Lukas beschreibt das so: Jesus erschien seinen Jüngern nach seiner Auferstehung. Er teilte mit ihnen das Brot. Dann öffnete er ihnen die Augen für die Schrift und sagte: „So steht es in der Schrift: der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herab senden. Bleibt in der Stadt, bis ihr mit der Kraft aus der Höhe erfüllt werdet.“ Dann führte er sie hinaus in die Nähe von Betanien. Dort erhob er seine Hände und segnete sie. Und während er sie segnete, verließ er sie und wurde zum Himmel emporgehoben; sie aber fielen vor ihm nieder. Dann kehrten sie in großer Freude nach Jerusalem zurück. Und sie waren immer im Tempel und priesen Gott. (nach Lukas 24, 45-53)

Am Fest Christi Himmelfahrt finden vor allem in ländlichen Gegenden feierliche Flurprozessionen durch die Felder statt. Dabei wird Gottes Segen für das Wachstum des Getreides und der Früchte oder die Abwendung von Unwettern erbeten.

Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“ von Pia Biehl

Fastenzeit - Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“ von Pia Biehl

Die Fastenzeit

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Vorbereitungszeit auf Ostern, die Fastenzeit. Das Aschenkreuz ist ein Zeichen der Umkehr und des Neuanfangs. Wenn Du Dir ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen lässt, zeigst du deine Bereitschaft, deinen Weg zu überdenken, zu schauen, was nicht in Ordnung ist und dann auch umzukehren.

Wenn Du die Tage bis Ostern zählst, kommst du auf mehr als 40 Tage. Das kommt daher, dass die Fastensonntage aus diesen Fastentagen herausgenommen sind.

Fasten – ist das auch etwas für dich?

Früher war es so, dass in der Fastenzeit nur eine Mahlzeit pro Tag gegessen wurde. Die waren dann fleischlos und sehr einfach. Später wurden die Fasttage im eigentlichen Sinn auf Aschermittwoch und Karfreitag begrenzt. Das gilt auch heute noch so. Vielleicht ist es für Dich und Deine Familie eine Anregung zum Nachdenken, an diesen beiden Tagen die Mahlzeiten bewusst ganz einfach zu halten und auf das Lieblingsessen einmal zu verzichten. Und die restliche Zeit? Es geht in den 40 Tagen vor Ostern nicht nur um den Verzicht auf Lebensmittel. Es geht vor allem darum, dass wir unser Leben in den Blick nehmen:

* Wo läuft es nicht so gut? – im Freundeskreis? – Zuhause…?

* Was kann ich besser machen? – konzentrierter Lernen, weniger streiten, öfters im Haushalt mithelfen?

* Wo kann ich mein Verhalten ändern? – mich vielleicht sozial engagieren?

* Was kann ich einschränken? – Süßigkeiten, Gamen, Fernsehen …?

Wir leben im Überfluss

Wir haben so viele Dinge, die die Kinder in armen Ländern auf der anderen Seite der Erde nicht einmal kennen. Bei uns landet so manches Schulbrot in der Mülltonne, weil die Wurst nicht schmeckt oder man lieber etwas Süßes isst, während in anderen Ländern Kinder nicht mal eine Hand voll Reis für den ganzen Tag haben. Hier bei uns in den Kinderzimmern liegt Spielzeug unbeachtet in der Ecke. Wenn es kaputt ist oder nicht mehr gefällt, wird es weggeworfen. Es gibt Kinder, die spielen mit Müll, weil sie sonst nichts haben. Vielleicht hast Du eine Idee, wie man diesen Zustand ändern kann. Wie kannst Du dazu beitragen, dass es in der Welt ein wenig gerechter zugeht? Auch ganz kleine Schritte können das Gesicht der Welt verändern! Rede mit deinen Freunden, deinen Geschwistern und Eltern darüber und denkt darüber nach, was ihr tun könnt. Wenn viele Leute viele kleine Schritte tun, können sie viel bewirken!

Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“ von Pia Biehl

Das Fest der Darstellung des Herrn – Lichtmess (2. Februar)

40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar, feiert die Kirche die Darstellung des Herrn. Maria und Josef bringen ihren Sohn Jesus nach jüdischem Brauch in den Tempel. Dort begegnen sie zwei alten Menschen: dem Simeon und der Prophetin Hannah. Die beiden erkennen, dass dieses Kind etwas Besonders ist. Sie preisen dieses kleine Kind als den Erlöser Israels (Lk 2, 21-40).

Aber warum heißt der Tag auch Lichtmess? Früher wurden an diesem Tag Lichterprozessionen abgehalten und in den Kirchen der Jahresbedarf an Kerzen gesegnet. Den Brauch der Kerzensegnung gibt es auch heute noch vielerorts.

In unserer Gemeinde werden die Kerzen in den Gottesdiensten am 01. (in Gemmrigheim), am 06. (in Kirchheim) und am 07. Februar (in Besigheim) gesegnet.

Du könntest doch auch eine besondere Kerze für Eure Familie gestalten und in einem der Gottesdienste segnen lassen. Wofür das gut sein soll, fragst Du Dich? Ihr könntet sie zum Beispiel an jedem Sonntag als Sonntagskerze entzünden. Sie könnte beim gemeinsamen Frühstück brennen oder wenn jemand aus der Familie Geburtstag hat. Sie könnte auch brennen, wenn ihr an jemanden denken wollt, dem es nicht so gut geht. Diese Kerze ist, ähnlich wie die Taufkerze, ein besonderes Zeichen dafür, dass Jesus uns begleitet: An Tagen, an denen alles gut ist, aber auch und besonders an Tagen, an denen wir traurig sind oder es nicht so gut läuft.

 

Heiliger Blasius (3. Februar)

Am Tag nach dem Fest der Darstellung des Herrn, am 3. Februar, feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Bischof Blasius. Der Legende nach soll Blasius einen Jungen vor dem Ersticken an einer Fischgräte gerettet haben. Aus dieser Legende heraus ist der Blasiussegen entstanden, der heute in Verbindung mit den Lichtmessgottesdiensten gespendet wird. Mit zwei gesegneten und in Form des Andreaskreuzes gekreuzten Kerzen, die der Priester vor Gesicht und Hals der zu Segnenden hält, spricht er: „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen“

Schon gewusst?

Das Andreaskreuz ist ein Kreuz mit zwei diagonal verlaufenden sich kreuzenden Balken. Der Name verweist auf den Apostel Andreas, der an einem solchen Kreuz als Märtyrer gestorben sein soll. Das Andreaskreuz enthält auch den griechischen Buchstaben X (chi) als Symbol für Christus. Du findest das Andreaskreuz übrigens auch als Verkehrszeichen an Bahnübergängen.

Epiphanie – Erscheinung des Herrn – Dreikönig

„Wir versammeln uns unter dem Stern von Betlehem. Sein Licht führt uns zusammen, um ein großes Versprechen zu hören: Niemand muss für immer in der Finsternis leben. Keiner von uns. So, wie es ist, muss es nicht bleiben. Das gehört zum Versprechen der Heiligen Nacht: Wir müssen nicht so bleiben wie wir sind.

Mit dem Licht kommt Lebenskraft in unser Leben. Diese Lebenskraft wird zur Bewegung. Die Bewegung führt aus unseren Finsternissen und Dunkelheiten heraus. Schritt für Schritt. Weil unsere Geschichte noch nicht abgeschlossen ist. Alles, was wir in unserer Geschichte tun, steht unter dem Licht von Weihnachten. Alles spielt sich unter dem Stern von Betlehem ab, wo auch immer wir leben. Schaut nach oben in den Himmel, irrt nicht in der Finsternis umher, lasst euch vom Licht leiten.“

Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“

Advent

Advent heißt Ankunft. Wir bereiten uns auf die Ankunft Gottes in der Welt vor. Gott macht sich ganz klein und kommt als Mensch auf diese Welt. In den Tagen des Advents bereiten wir uns auf dieses große Ereignis vor. An jedem Adventssonntag wird eine Kerze mehr am Adventskranz angezündet. Sie ist Symbol für das immer heller werdende Licht, das Gott in unsere Dunkelheit sendet.

Für viele ist die Adventszeit die aufregendste Zeit im Jahr: jeden Tag eine Überraschung hinter den Türen des Adventskalenders, bunte Lichter und Weihnachtsmusik, Plätzchenduft und ….

Es kann aber auch unglaublich spannend sein, den Weg durch den Advent ein wenig anders zu gehen. Kommst du mit?

 

Adventskalender einmal anders

Weißt du, woher der Adventskalender kommt? Er ist, genau wie der Adventskranz, noch gar nicht so alt. Der erste maschinell gefertigte Adventskalender wurde 1908 auf den Markt gebracht. Der schwäbische Pfarrersohn Gerhard Lang hatte sich daran erinnert, dass seine Mutter ihm zu seiner Kinderzeit im Advent 24 Kästchen auf einen Karton gemalt und dort 24 Kekse aufgenäht hatte. Statt der Kekse verwendete Lang 24 bunte Bilder. Der Adventskalender, der übrigens noch keine Türchen hatte, so wie die Kalender heute, war ein großer Erfolg und verbreitete sich weltweit. Heute gibt es Adventskalender in allen Farben und Formen, gefüllt mit Schokolade, Spielsachen und allen möglichen Inhalten…

Wie wäre es, wenn du zusammen mit deinen Geschwistern und Eltern einen ganz besonderen Adventskalender bastelst? Dieser originelle Adventskalender enthält viele spannende Dinge, die eure Familie in der Adventszeit miteinander tun kann. So wird euch die gemeinsam erlebte und schöne Zeit lange in Erinnerung bleiben. Setzt euch doch alle einmal am Tisch zusammen und schreibt Dinge auf, die ihr gerne in der Adventszeit zusammen machen möchtet: Plätzchen backen, Weihnachtsschmuck basteln, einen Spieleabend, zusammen musizieren, einkaufen gehen für eine kranke Nachbarin, gemeinsam einen Gottesdienst besuchen….

Da gibt es sicherlich viele Dinge, die euch Spaß machen. Überlegt dann gemeinsam, was davon wirklich umsetzbar ist. Nun könnt ihr eure Ideen auf bunte Zettel aufschreiben oder aufmalen, zusammenrollen und mit Bändern an eine Girlande hängen. Spannender ist es natürlich, wenn ihr die Zettel in bunte Päckchen packt und Mama oder Papa sie aufhängen, so dass nicht mehr zu sehen ist, was in welchem Päckchen drin ist. Ein bisschen Überraschung sollte ja auch dabei sein.

 

Das Fest der heiligen Barbara (4. Dezember)

Neben dem euch allen bekannten Bischof Nikolaus feiern wir zwei Tage vorher (seut den 12. Jahrhundert) am 4. Dezember das Fest der heiligen Barbara. Es geht auf folgende Legende zurück:

Barbara wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. in der heutigen Türkei geboren. Ihr Vater war in der Stadt Nikomedia ein reicher Kaufmann. Barbara hatte schon sehr früh ihre Mutter verloren und lebte deshalb zusammen mit einer Dienerin und ihrem Lehrer in einem Turm. Eines Tages hörte Barbara von Jesus. Ihr gefielen die Geschichten von Jesus gut und sie wollte ganz viel von ihm erfahren. Barbara ließ sich taufen, während ihr Vater auf einer Geschäftsreise war. Dem gefiel das gar nicht. Er hasste die Christen und er wollte seine Tochter mit einem Mann verheiraten, der ebenso dachte wie er. Der Vater versuchte mit allen Mitteln, Barbara vom Christentum abzubringen. Er war sogar bereit, seine Tochter an die Gefolgsleute des damaligen römischen Kaisers zu verraten, der die Christen verfolgte.

Barbara aber ließ sich nicht einschüchtern. Ihr Vater wusste sich nicht anders zu helfen, als seine Tochter mitten im Winter in ein Gefängnis sperren zu lassen. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein Kirschzweig in Barbaras Kleid. Barbara stellte den Zweig in ein Glas mit Wasser. Wenige Tage später wurde Barbara hingerichtet. Bevor sie die Zelle verlassen musste, sah sie, dass der Zweig Blüten trug. Barbara wusste: So wie der nach außen tote Zweig mitten im Winter Blüten trug, so würde sie, gleich nach ihrem Tod, bei Gott leben.

Es gibt den schönen Brauch, am Barbaratag kahle Zweige, z.B. Kirschzweige, abzuschneiden. Wenn du sie in einer Vase an einen sonnigen, aber nicht zu warmen Platz in der Wohnung stellst, blühen sie zu Weihnachten.

Das Kirchenjahr für Kinder - Der heilige Martin (11. November)

Am 11. November feiert die Kirche das Fest des heiligen Martin von Tours. Du kennst ihn sicher besser unterm dem Namen St. Martin!

Martin wurde um das Jahr 317 in Ungarn geboren. Bald nach seiner Geburt zogen seine Eltern nach Italien. Martin und seine Eltern waren Heiden. Spielkameraden erzählten Martin von Jesus. Martin wollte auch ein Freund von Jesus werden, aber das durfte er seinen Eltern nicht erzählen, weil sein Vater die Christen nicht mochte.

Mit 15 Jahren musste Martin auf Wunsch seines Vaters Soldat werden. Wenige Jahre später wurde er Offizier. Offiziere hatten Diener, von denen sie sich bedienen ließen. Nicht so Martin. Er hatte sich die Geschichte von Jesus gemerkt, der seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte. So putzte er sich die Stiefel selber und aß mit seinem Diener an einem Tisch.

Am Stadttor von Amiens in Frankreich teilte Martin im Jahr 334 seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Du kennst diese Geschichte ganz bestimmt.

Bald darauf wurde Martin getauft. Er verließ das Heer und wurde zum Priester geweiht. Im Jahr 371 wurde er Bischof von Tours. Eigentlich wollte er das gar nicht. Die Legende erzählt, dass sich Martin im Stall vor den Menschen versteckt hatte. Die Gänse aber haben ihn mit ihrem Geschnatter verraten. Und so ist Martin dann doch zum Bischof geweiht worden. Martin wurde über 80 Jahre alt. Er wurde schon zu Lebzeiten von den Menschen sehr verehrt.

Übrigens: Während die Gedenktage vieler Heiligen auf ihren Todestag fallen, macht der heilige Martin eine Ausnahme. Er starb am 08. November 397, man feiert ihn aber am 11. November. Das ist so, weil der 11. November schon vor vielen Jahrhunderten ein Feiertag für die Bauern war.

Martinsbräuche

Am Festtag des heiligen Martin ziehen auch heute noch Kinder mit Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. Oft wird die Legende vom heiligen Martin und dem Bettler vorgelesen oder von einem Reiter im Martinsgewand gespielt. Manchmal endet der Zug an einem Platz, an dem ein Martinsfeuer entzündet wird. An einigen Orten werden auch Martinsbrezel oder Martinswecken geteilt. In diesem Brauch steckt der Hintergrund des Teilens: Martin hat seinen Mantel mit dem Bettler geteilt. In Anlehnung an die Gänse, die den heiligen Martin im Stall verraten haben, gibt es traditionell zum Martinsfest die Martinsgans.

Eine Martinslaterne

Vielleicht denkst du jetzt: Aus dem Alter bin ich aber raus! Laternen habe ich im Kindergarten gebastelt… Aber sei mal ehrlich, so eine Laterne hat was und ein Martinszug ist auch heute noch irgendwie schön. Wenn du keine Lust auf die gute alte Papierlaterne hast, habe ich hier eine neue Idee:

Du brauchst dafür eine leere Konservendose, deren Deckel sauber abgetrennt ist, damit du dich nicht schneidest.

Dann brauchst du noch einen Dosendorn (das ist so eine Art Dosenöffner mit einem Griff, an dem unten ein dicker Dorn wie ein Nagel rausguckt). Hilfreich ist ein altes Handtuch, das du von innen in die Dose steckst, wenn du die Muster einstichst. Dann kannst du die Dose gut festhalten und piekst dich auch nicht in die Finger. Nun kannst du Muster in die Dosenwand stechen. Ein Loch neben dem anderen, so kann zum Beispiel ein Stern entstehen. Am oberen Ende der Dose musst du dann noch einen Draht befestigen, damit du sie an einen Laternenstab hängen kannst. Nun fehlt nur noch eine Kerze, dann kann es losgehen!

Aus dem Buch „Das Kirchenjahr für Kinder“ von Pia Biehl


 

Wer war Edith Stein?

Edith Stein, OrdensnameTeresia Benedicta a CruceOCD, oder Teresia Benedicta vom Kreuz (* 12. Oktober1891 in Breslau; † 9. August1942 im KZ Auschwitz-Birkenau), war eine deutschePhilosophin und Frauenrechtlerin jüdischer Herkunft. Edith Stein wurde 1922 durch die Taufe in die katholische Kirche aufgenommen und 1933 Unbeschuhte Karmelitin. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige und Märtyrin der Kirche verehrt. Teilen der evangelischen Kirche gilt sie als Glaubenszeugin. Papst Johannes Paul II. sprach Teresia Benedicta vom Kreuz am 1. Mai 1987 selig und am 11. Oktober 1998 heilig. Ihr römisch-katholischer und evangelischer Gedenktag ist der 9. August. Sie gilt als Brückenbauerin zwischen Christen und Juden.

Texte von Edith Stein

Es ist eine unendliche Welt

Es ist eine unendliche Welt, die sich ganz neu auftut, wenn man einmal anfängt, statt nach außen nach innen zu leben. Alle Realitäten, mit denen man vorher zu tun hatte, werden transparent, und die eigentlich tragenden und bewegenden Kräfte werden spürbar. Wie belanglos erscheinen die Konflikte, mit denen man vorher zu tun hatte! Und welche Fülle des Lebens mit Leiden und Seligkeiten, wie sie die irdische Welt nicht kennt und nicht begreifen kann, fasst ein einziger, nach außen fast ereignisloser Tag eines gänzlich unscheinbaren Menschendaseins! Und wie seltsam kommt man sich vor, wenn man mit Menschen, die nur die Oberfläche sehen, als einer von ihnen lebt und, ohne dass sie es ahnen oder merken, all dies andere in sich und um sich hat.(Selbstbildnis in Briefen III, ESGA 4)

Es gibt einen Zustand des Ruhens in Gott

Es gibt einen Zustand des Ruhens in Gott, der völligen Entspannung aller geistigen Tätigkeit, in dem man keinerlei Pläne macht, keine Entschlüsse fasst und erst recht nicht handelt, sondern alles Künftige dem göttlichen Willen anheim stellt, sich gänzlich „dem Schicksal überlässt“. Dieser Zustand ist mir etwa zuteil geworden, nachdem ein Erlebnis, das meine Kräfte überstieg, meine geistige Lebenskraft völlig aufgezehrt und mich aller Aktivität beraubt hatte. Das Ruhen in Gott ist gegenüber dem Versagen der Aktivität aus Mangel an Lebenskraft etwas völlig Neues und Eigenartiges. Jenes war Totenstille. An ihre Stelle tritt nun das Gefühl des Geborgenseins, des aller Sorge und Verantwortung und Verpflichtung zum Handeln Enthobenseins. Und indem ich mich diesem Gefühl hingebe, beginnt nach und nach neues Leben mich zu erfüllen und mich – ohne willentliche Anspannung – zu neuer Betätigung zu treiben. Dieser belebende Zustrom erscheint als Ausfluss einer Tätigkeit und einer Kraft, die nicht die meine ist und, ohne an die meine irgendwelche Anforderungen zu stellen, in mir wirksam wird. (ESGA 6)

In die Welt hineingehen

In der Zeit unmittelbar vor und eine ganze Weile nach meiner Konversion habe ich gemeint, ein religiöses Leben führen heiße alles Irdische aufgeben und nur im Gedanken an göttliche Dinge leben. Allmählich habe ich aber einsehen gelernt, dass in dieser Welt anderes von uns verlangt wird und dass selbst im beschaulichsten Leben die Verbindung mit der Welt nicht durchschnitten werden darf; ich glaube sogar: je tiefer jemand in Gott hineingezogen wird, desto mehr muss er auch in diesem Sinn „aus sich heraus-gehen“, d. h. in die Welt hinein, um das göttliche Leben in sie hineinzutragen. (Selbstbildnis in Briefen I, ESGA 2

So heißt es im Psalm 139, 9-10.

Ein Mensch betet voller Erstaunen angesichts der Allgegenwart Gottes.

Wohin ich auch gehe – ans Meer, ins Gebirge,

in die Schluchten der Städte oder in die kleinen Straßen der Dörfer –

Gott ist schon da; möchte für alle Menschen großer Trost und Ermutigung sein.

Nähme ich die Flügel des Morgenrots, ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,

auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich ergreifen.“


 

Ich bete mit den Worten des 62. Psalms:

Bei dir, Gott, kann ich ruhig werden,

denn du bist meine Hilfe und meine Hoffnung.

Ja, Herr, bei dir finde ich Ruhe.

Dafür danke ich dir und bitte dich:

Nimm von mir, was mich sorgt,

was mich umtreibt, was mich beschäftigt,

damit ich ganz bei dir und so

auch ganz bei mir sein kann.

Meditation zum Bild von Nonhlanhla Mathe

Fast im Mittelpunkt des Bildes erheben sich zwei rund gemauerte graue Steintürme, Sinnbilder der geistigen Kultur Great Zimbabwe (11. bis 14. Jahrhundert), nach ihnen erhielt das ehemalige Rhodesien 1980 seinen Namen.

Innerhalb der Mauern steht ein blattloser Baum mit kräftigem Stamm. Es könnte ein Affenbrotbaum sein, auch Baobab genannt, der seine Blätter periodisch abwirft. Diese finden sich unten rechts. In der afrikanischen Volksmedizin besitzt jeder Teil des Baumes Heilkraft.

Fünf Menschen verteilen sich über die gesamte Bildfläche. Rechts etwa mittig reicht eine Frau einer sitzenden Person die Hand. Ist es eine Begrüßung oder hilft sie ihr beim Aufstehen? Ihr gepunktetes Kleid greift das helle Violett des Baumhintergrundes auf. Eine Farbe, die für Frauenliebe, aber auch Aufbruch steht.

Im vorderen Bereich legt eine orangefarben gekleidete Frau ihren linken Arm um ein Kind, das ein tiefblaues ärmelloses T-Shirt trägt. Beide Personen sind etwa im Brustbereich durch den unteren Bildrand abgeschnitten.

Ganz links streckt eine große Frau ihre Arme weit in die Höhe. Sie ist in ein himbeerrot gemustertes Kleid gehüllt und reicht mit beiden Armen in die gelben Strahlen der Sonne, die gut ein Fünftel der Fläche einnehmen.

Das rote Kleid, versehen mit gelben unterschiedlich großen Kringeln, bildet, farblich etwas abgeschwächt, auch das Hintergrundmuster und berührt die relativ große sich in Bewegung befindende Flagge Simbabwes. Diese schließt sich an den größeren Steinturm.

Die Geste der weit ausgestreckten Arme, die gelben Kringel, die vom Kleid zum Hintergrund überspringen, lösen, ebenso wie die vom Wind bewegte Flagge, Emotionen und Empathie aus. Sie vermitteln Freude, Jubel, Hinwendung zu Gott, aber auch zu den Menschen.

Gemeinschaft, Fürsorge, Nähe, Verbundenheit, das afrikanische Ubuntu, sind in dieser Komposition auszumachen, aber auch ein Blick auf die reiche Vergangenheit Simbabwes, die uns aufmuntert, auch aufzustehen, selbst, wenn es manchmal schwerfällt.

Simeon und das Jesuskind – Meditation zum Bild von Walter Habdank

Zum Fest der Darstellung des Herrn am 02. Februar

Zwei Gesichter und drei Hände sind zu sehen.

Simeons Hände sind groß. Die Finger überlang, von Gicht gezeichnet.

Sie halten das Kind.

Sorgsam, behutsam schließen sie sich um den kleinen Leib.

Jeder Finger fasst mit zu.

Die Linke drückt das Köpfchen sanft an die Wange.

Er selber neigt seinen Kopf zum Kind hin.

Voller Gegensätzlichkeit sind die beiden Gesichter:

Simeons Gesicht ist dunkel, verwelkt, von vielen Furchen gezeichnet.

Die Erfahrungen eines langen Lebens haben Spuren hinterlassen

und Falten eingemeißelt.

Simeon ist alt geworden im Warten auf Jesus.

Aber das Gesicht ist offen, ohne Verbitterung.

Es drückt Güte und Liebe aus.

Eine Freude liegt auf dem Gesicht.

Ein Strahlen von innen her verklärt die Last der Jahre.

Um den Mund ist ein Lächeln und verrät Glück.

Alles freut sich:

die Augen, der Mund, die Nase und die Hände.

Freude geschauter Hoffnung und Frieden erlöster Sehnsucht.

Das Kind selbst fühlt sich in den Händen und auf den Armen des Mannes geborgen.

Ohne Scheu berührt es mit der linken Hand den Mund bzw. Kinn und Bart des Mannes.

Beide bilden eine innige Einheit.

Zwischen beiden besteht eine zarte Vertrautheit.

Dieses Kind, das Licht der Welt, ist zu ihm gekommen.

Und er ist mit seinem Leben bei diesem Kind angekommen.

So kann er das Abendgebet seines Lebens sprechen.

„Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast in Frieden scheiden...“

Das Kindergesicht strahlt hell und offen.

Aber es ist ernster als das Gesicht des Greises.

Der Blick geht in die Ferne, dem Betrachter des Bildes entgegen.

Die Lippen sind entschieden geschlossen, des Redens noch unkundig.

Als Zwölfjähriger wird dieser Knabe mit den Schriftgelehrten diskutieren.

Noch später wird von Jesus gesagt, dass er spricht wie einer der Vollmacht hat.

Voll göttlicher Macht verkündet er eine ganz neue Lehre.

Das Kind schenkt dem Greisen von seinem eigenen Leuchten

und zeichnet es in das alt gewordene Gesicht des Mannes:

Seliger Austausch zwischen Gott und Mensch,

zwischen dem Schöpfer und seinem Geschöpf.

Das Kind sieht mich an, es sieht dich an.

Es ist als wollte es sagen:

Ich kenne dich. Kennst du auch mich.

Ich liebe dich. Hast du mich auch lieb?

Impuls zum Fronleichnamsfest von Silja Walter

„Monstranz

Goldgefäß der Gnade,
neue Bundeslade
vor uns hingestellt. 

Brot in Sonnenscheibe
Gottes Leib und Bleibe
mitten in der Welt:

Dich anschaun löst Binden
vom Gesicht der Blinden,
dich anschaun macht gut.

Lasst uns niedersinken
und anbetend trinken
Glauben, Hoffnung, Glut.“

Karwoche und Fest der Auferstehung

Hintergründe und Brauchtum

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, auch Stille Woche, Heilige Woche oder Große Woche genannt. Das Wort „Kar“ kommt von dem althochdeutschen „Kara“ und bedeutet „Klage, Sorge, Kummer und Trauer“.

Die Kartage – von Donnerstagabend bis Samstagabend – bilden den Höhepunkt der Vorbereitung auf Ostern; die Kirche feiert das Leiden, Sterben und den Tod Jesu Christi.

 

Palmsonntag

Die Liturgie des Palmsonntag verbindet zwei Erinnerungen: das Gedächtnis des Einzugs Jesu in Jerusalem und seines Leidens und Sterbens. Freude und Trauer liegen nahe beieinander.

Zu Beginn des Gottesdienstes ist die Palmweihe in Erinnerung an den Jubel, der Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem entgegengebracht wurde.

Palmbuschen / Palmzweige

Eigentliche oder richtige Palmzweige sind Palmen und Ölzweige. Palmen sind das Symbol für den König, Ölzweige sind das Symbol für den Frieden, den dieser König bringt.

Diese echten Palmzweige werden in unseren Breiten ersetzt – je nach Landschaft unterschiedlich – durch Palmkätzchen, Buchsbaum, Immergrün, Wacholder, Tannen, Stechpalmen, Haselzweige oder andere Zweige und Knospen. Größe, Zusammensetzung und Schmuck des Palmbuschen sind nach Gegend und Überlieferung verschieden geprägt. Früher wurden die Palmzweige über der Haustür aufgehängt, zum Friedhof getragen, in einen neugepflügten oder mit Getreide besäten Acker eingebracht. In einigen, vor allem ländlichen Gegenden, gibt es diese Bräuche auch heute noch.

Wir könnten heute

  • die Palmzweige in der Wohnung an einen geeigneten Platz hängen, hinter das Kreuz, über eine Tür ….

  • den Palmstrauß Taufpaten oder der Familie eines Patenkindes bringen.

 

Gründonnerstag

An diesem Tag wurden früher die öffentlichen Sünder, die am Aschermittwoch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden waren, aus ihrer Bußzeit entlassen. Es wurde Versöhnung mit ihnen gefeiert; gemeinsam konnte die Gemeinde wieder das Osterfest feiern.

Von daher stammt wohl auch der Name: Die Büßer waren die Greinenden = die Weinenden. Aus dem Wort „Greindonnerstag“ wurde „Gründonnerstag“.

Andererseits spielt die Farbe Grün an diesem Tag auch eine besondere Rolle. Früher wurden am Gründonnerstag grüne Meßgewänder getragen.- Bis heute ist es mancherorts noch Sitte, Spinat oder anderes grünes Gemüse zu essen.

Mit Ausnahme „der Messe zur Ölweihe“ in der Bischofskirche – dort weiht der Bischof die Öle für die Taufe, Firmung, Priesterweihe, Krankensalbung und Altarweihe – wird am Morgen dieses Tages keine Messe gefeiert. Erst am Abend versammelt sich die Gemeinde und feiert zum Gedächtnis des letzten Abendmahles festlich die Eucharistie. Das Evangelium von der Fußwaschung erinnert uns an den Dienst, den der Herr an uns tut und den wir auch einander leisten sollen.

Nach dem Gloria schweigen Glocken und Orgel bis zur Osternacht. Die Volksmund sagt: „Die Glocken fliegen nach Rom“; statt Glocken ertönen Holzratschen oder Klappern.

Der Leib des Herrn wird nach der Messfeier in einer Prozession vom Hauptaltar an einen anderen Ort getragen. Dort wird er aufbewahrt für die Kommunionspendung am Karfreitag und von den Gläubigen in stiller Anbetung verehrt.

Was in der Familie gemeinsam getan werden könnte

  • Vor oder nach dem Gottesdienst gemeinsam Mahl halten in Erinnerung an das Mahl Jesu mit seinen Jüngern.

  • Miteinander Vereinbarungen treffen, worauf jedes Familienmitglied bis zum Osterfest zu verzichten bereit ist.

  • Etwas Grünes säen, was bis Ostern und darüber hinaus wachsen kann, aufgehen kann, z.B. Weizen, Kohl, Kräuter und Blumen.

  • In der Vergangenheit galten Kräuter, die am Gründonnerstag gesammelt wurden, als besonders heil- und segenskräftig. – Wir können Kräuter und Blumen sammeln und zu einem Kranz winden, der über den Sommer aufbewahrt und im Herbst an den Erntekranz gesteckt werden kann.

 

Karfreitag

Am Karfreitag feiert die Kirche keine heilige Messe. Am Nachmittag, in der Regel um 15.00 Uhr zur Todesstunde Jesu, versammelt sich die Gemeinde in der Kirche zu einem Wortgottesdienst zur Erinnerung des Leidens und Sterbens ihres Herrn. Der Tag steht mit seiner Stille und Besinnlichkeit, mit Fasten, Trauergesängen, schweigenden Glocken und schweigender Orgel ganz im Zeichen der Trauer. Die Leidensgeschichte und Verehrung des Kreuzes sind die Mitte des Gottesdienstes.

 

Karsamstag

Die Kirche und der Altar bleiben leer. Karsamstag ist der große Ruhetag zwischen Tod und Auferstehung. In der Familie ist der Karsamstag der Tag der letzten Vorbereitung auf das Osterfest.

 

Das Osterfest – Fest der Auferstehung des Herrn

Das Datum des Osterfestes hängt mit dem jüdischen Zeit- und Festtagskalender zusammen. Dort begannen die Monate jeweils mit dem Tag des Neumondes. Der erste Monat nach dem Frühlingsmonat heißt Nisan. Am 14. Nisan, dem Vollmondtag dieses Monats, feierten die Juden ihr Osterfest – Passah oder Pascha – zur Erinnerung an die Errettung aus Ägypten. Bis ins 2. Jahrhundert hinein war der 14. Nisan, ganz gleich auf welchen Wochentag er fiel, dann auch das Datum für das christliche Osterfest. Ein Teil der Christenheit (in Kleinasien) behielt diesen Termin bei, während sich Rom und damit der größere Teil der Kirche für den auf den 14. Nisan folgenden Sonntag entschied. Das I. Konzil von Nizäa (325) beschloss die endgültige Regelung: Ostern wird alljährlich am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Damit ist eine Schwankungsbreite von fünf Wochen (22. März bis 25. April) gegeben.

Das Osterfest ist eines unserer ältesten Feste. Bereits im 4. Jahrhundert wurde Ostern als christliches Fest, als „Fest der Feste“ hochgeschätzt und ausgiebig gefeiert. Forscher führen Ostern auf das althochdeutsche Wort „ostra“ zurück, ein althochdeutsches Wort, das die Zeit bezeichnet, in der die Sonne wieder genau im Osten aufgeht. Nach altem Glauben hüpft die Sonne aus Freude über den Auferstandenen am Ostermorgen mehrmals empor.

Allen Erklärungsversuchen liegt die Vorstellung von Christus als der im Osten aufgehenden Sonne zugrunde.

Die Segnung der Osterspeisen

In manchen Gemeinden lebt heute der alte Brauch wieder auf, im Ostergottesdienst Speisen zu segnen. Zu diesen Speisen, in einen geschmückten Korb gelegt, gehören Eier und Salz, Speck oder Schinken, Wurst, Butter, Meerrettich und selbst gebackenes Brot. Diese gesegneten Speisen werden an andere verschenkt oder im Kreis der Familie als erstes Ostermahl gegessen.