Bericht vom 5. Pilgerforum in Nürnberg am 25.10.2025
Am Freitag, 24.10.1025 wartete der Café-Bus „Doppelleckerbus“ vor der Jakobskirche in Nürnberg auf die Pilger und Besucher und lud zum Kaffee und Kuchen ein.
Abends berichteten der ehemalige Pastor Michael Malcin und die beurlaubte Lehrerin Helene Volkensfeld bei ihrer Buchvorstellung „Abgefahren“ in der Kirche von ihrer Reise auf dem Jakobsweg nach Spanien.
Am Samstag feierten die Besucher zusammen mit den Sternpilgern den feierlichen Eröffnungsgottesdienst in der Jakobskirche. Pfarrer Schott betonte in seiner Eröffnungsrede, dass er sich immer einen solch gut besuchten Gottesdienst wünscht, der bis auf den letzten Platz besetzt war.
Frau Pastorin Zeiher verglich in der Predigt das Pilgern, bei dem man viel erlebt, mit der Beherbergung von Pilgern, wo dem man nicht selbst pilgert, aber die Erlebnisse mit den Pilgern teilt.
Die Besucher des Gottesdienstes hielten sich anschließend an den Infoständen im Foyer und im Chorraum der Kirche und im Gemeindesaal im 2. Stock auf. In den Räumen von St. Elisabeth wurden zudem zehn Vorträge und Workshops angeboten.
Gerlinde und Otto Abele vertraten die Diözese Rottenburg-Stuttgart und stellten das vielfältige Pilgerland Baden-Württemberg und insbesondere den Martinusweg im Chorraum der Kirche den vielen Besuchern des Pilgerforum vor.
Die verschiedenen St.Jakobusgesellschaften zeigten den Jakobsweg in seiner Vielfalt, der Wolfgangweg wurde nach Aussage des Pilgerführers bis nach St. Wolfgang in Österreich erweitert und die Pilgergemeinschaft in Augsburg hat bereits ihr Programm zum Samstagspilgern für 2026 vorgestellt. Es gab einen Podcast, der ADFC stellte mit der ev. Kirche das Radpilgerweg-Netz vor, die verschiedenen Pilgerwege im Bistum Essen, den Dürerweg, den Jerusalemweg, den europäischen Pilgerweg VIA NOVA und vieles mehr. wurden präsentiert. Den Flyer mit den Informationsständen sowie den Vorträgen und Workshops können Sie durch Anklicken des Links aufrufen.
Wir hatten tolle Gespräche mit den Besuchern und konnten an den Informationsständen im Gespräch unsere Erfahrungen austauschen und Neues kennenlernen.
Text und Bilder
Otto und Gerlinde Abele
Pilgern zu spirituellen Orten in Ludwigsburg
Am Samstag, 26.07.2025, trafen sich 6 Pilger, um zu ausgewählten spirituellen Orten in Ludwigsburg zu pilgern. Nach der Begrüßung und dem Start am Bahnhof ging es zum Solitudeplatz, auf dem die ehemalige Synagoge stand und heute noch der Grundriss dieser Synagoge auf dem Platz zu sehen ist. Auf diesem Platz stehen die nachgebildeten Koffer von Personen, die in der Nazizeit in die Konzentrationslagern deportiert wurden und dort gestorben sind.
Im Impuls wurde die Geschichte einer Familie im Jahr 1939 nacherzählt, die dem Konzentrationslager entronnen war und von der Regierung noch erlaubt wurde nach Großbritannien auszureisen. Der Begriff „Schutzhaft“ wurde erläutert. Die Inhaftierten sollten nach diesem Gesetz vor dem Volkszorn geschützt werden. Die Beschuldigten wurden durch die Schutzpolizei oder von der Gestapo ohne Gerichtsverfahren und ohne zeitliche Begrenzung inhaftiert, die meisten Verhafteten wurden danach ins KZ abgeschoben und sind dort gestorben. Quelle: Landesarchiv Sachsen-Anhalt: „Geschichte erleben“ Heft 1 Repressionen im Nationalsozialismus.
Das nächste Highlight war die ev. Stadtkirche auf dem Marktplatz. Zuerst genossen wir das Orgelkonzert, dann erhielten wir eine Kirchenführung mit kirchenpädagogischen Ansatz. Diese Stadtkirche ist im barocken Stil erbaut worden mit klaren Linien und Symmetrien, die Ausschmückung ist schlicht und nicht so üppig wie in den barocken Kirchen in Oberschwaben. Überall ist das Kürzel EL von Herzog Eberhard Ludwig, innerhalb und außerhalb der Kirche angebracht.
Nach der Kirchenführung entdeckten wir an der B27 an der Wandtafel den aus Ludwigsburg stammenden Karl Christian Friedrich Pfizer, den Gründer des amerikanischen Chemie- und Pharmaziekonzerns Pfizer, der Weltgeltung erlangt hat.
Danach wollten wir den „Alten Friedhof“ besuchen, aber das Wetter wollte es anders. Es drohte ein kräftiger Regenschauer. Kurz entschlossen besuchten wir stattdessen die Friedenskirche an der Bundesstraße.
Diakon Eberhard Seyfang, der schon seit Jahrzehnten auf der Karlshöhe tätig ist und auch schon deren Geschäftsführer war, hat uns danach auf der Karlshöhe empfangen. Er erklärte uns zwei Stunden lang auf dem Gang durch die Karlshöhe die vielfältigen diakonischen Aufgaben der Karlshöhe, wie z.B. die Unterbringung von Suchtkranken und psychisch Kranken auf der Karlshöhe und die ambulante Pflege von kranken und hilfsbedürftigen Menschen. Die diakonische Stiftung unterstützt Menschen mit geistiger Behinderung und fördert arbeitslose Frauen und Männer. Erlebnispädagogik und Therapeutisches Reiten wird angeboten, die insbesondere Kindern und Jugendlichen bei ihrer Entwicklung hilft.
In der evangelischen Hochschule auf der Karlshöhe werden Diakoninnen und Diakone ausgebildet; diese können gleich vor Ort praktische Erfahrungen bei ihrer Ausbildung auf der Karlshöhe sammeln. Er zeigte uns eine Martinsstatue mit der Mantelteilung auf dem Gelände, die immer wieder die Zuschauer daran erinnern soll, wie wichtig das Teilen in den verschiedenen Alltagssituationen ist.
Zum Schluss des Pilgertages zeigte er uns in der Kirche die Fenster der Barmherzigkeit. Sein eindringlicher Vortrag über die vielfältigen Aspekte der Barmherzigkeit hat uns sehr beeindruckt. Die vielen Eindrücken und Informationen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Bilder und Text
Otto Abele
Martinusgemeinschaft
Von Martinskirche zur Martinskirche
Start war an der Martinskirche in Horrheim. 8 Pilger fuhren nach der Begrüßung von Diakon Albert Wild mit dem Reisesegen im Rucksack mit dem Bus nach Eberdingen. Nach einem kurzen Fußmarsch begrüßte uns die Mesnerin der Martinskirche, die uns die Kirche aufschloss.
Pilgerbegleiterin Andrea Jakoby erklärte uns die Geschichte dieser Martinskirche, die ihr 500 jähriges Jubiläum im Jahr 2020 feierte. 1858 erhielt der Chorflankenturm einen neugotischen Aufsatz, der das Aussehen dieser Kirche besonders macht.
Nach einer kurzen Stärkung mit Wasser, die uns die Mesnerin spendiert hat, ging es nach Riet und danach immer auf dem Radweg am Strudelbach entlang zu Fuß nach Enzweihingen zur nächsten Martinskirche. Diese erstmals im Jahr 1298 erwähnte Martinskirche ist die älteste Kirche in der Region und war die Mutterkirche aller umliegenden Kirchen und Kapellen.
Im Impuls von Albert Wild geht es um den einen Gott und den vielen Gottheiten in den Welt- und Naturreligionen, die aber immer nur von dem einen Gott handelt.
Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts wurde die Martinskirche erweitert und im spätgotischen Stil umgebaut. Im Schlussstein ist St. Martin auf dem Pferd abgebildet.
Im Jahr 1648 wurde die allgemeine Schulpflicht in Baden-Württemberg eingeführt; der Schulmeister war zugleich Mesner, Kantor und Organist und war dem Pfarrer unterstellt.
Der aktuelle Mesner und früherer Kirchengemeinderat hat uns an diesem Pilgertag die Kirche aufgeschlossen und uns mit Geschichten über die Kirche und des Ortes kurzweilig unterhalten. Erst in den 60. und 70. Jahren diesen Jahrhunderts wurden die farbigen Altarfenster im Chor eingesetzt, die die Geschichte von Jesus Christus erzählen.
Der Bus brachte uns wieder nach Horrheim zurück. Der Abschluss des Pilgertages fand wieder in der Martinskirche statt.
Bericht und Fotos
Otto Abele
Pilgertag mit Bischof em Gebhard Fürst auf dem Martinusweg am Samstag, 10. Mai 2025
Eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln war der Pilgertag der St. Martinusgemeinschaft e.V. mit Bischof em Gebhard Fürst. An der Bietigheimer St. Laurentius Kirche startet die Gruppe mit dem Pilgersegen, just dort, wo Gebhard Fürst in der Kirchengemeinde und bei den Pfadfindern in seiner Jugendzeit engagiert war. Nach einer kurzen Andacht, einigen Wort zu seiner Heimatkirche, dem Gebet zum Heiligen Jahr „Pilger der Hoffnung“ und dem Pilgersegen ging es für die rund 20 Pilgerinnen und Pilger unter Wegführung von Constantin Weyrich und Geschäftsführer Achim Wicker auf dem Martinusweg in den Bietigheimer Forst. Erste Station war beim Start des Familienmartinusweges, der von Otto Abele vorgestellt wurde. Die Pilgerinnen und Pilger nutzten die Wegstrecke um mit ihrem ehemaligen Bischof und Gründer der St. Martinusgemeinschaft ins Gespräch zu kommen.
Mitten im Forst trafen die Pilger auf eine zweite Pilgergruppe aus Tamm, die an diesem Tag ebenfalls auf dem Martinusweg unterwegs waren. Nach einer Station ging es weiter zur Kirche St. Cyriakus in Besigheim, wo die Mesnerin bereits mit Getränke auf die Gruppe wartete. Die Abschlussandacht hielten Bischof em Gebhard Fürst und Pfarrer Gerhard Bundschuh gemeinsam in der Kirche. Am Ende übergab Bischof em Fürst seinen Pilgerstab an die Vorsitzende Monika Bucher, mit der Bitte diesen an seinen Nachfolger weiterzugeben. Er bedankte sich beim Vorstand und bei allen Mitgliedern für ihr langjähriges Engagement, das ganz wesentlich zum großen Erfolg des Martinusweges beigetragen habe.
Der Kreuzweg und die sieben modernen Werke der Barmherzigkeit
Bericht von der Kreuzwegandacht auf dem Martinusweg in Horrheim am 18.04.2025
26 Männer und Frauen gingen am Karfreitag 18.4.2025 auf einem Teil des Themenweges über St. Martin in Horrheim.
Die Gruppe startete an der Kirche St. Martin in Horrheim. Diakon Albert Wild begrüßte die Teilnehmer des Kreuzweges mit den Worten: „Mit Jesus Christus sind wir auf dem Martinusweg auf seinem Kreuzweg. Auf den Weg nehmen wir in unserem Herzen Menschen mit, an die wir besonders denken, die uns am Herzen liegen und für die wir auf dem Weg beten wollen. Dabei orientieren wir uns an Stationen des Kreuzweges aus dem Gotteslob und verbinden die Stationen mit den Werke der Barmherzigkeit vom emeritierten Bischof Joachim Wanke.“
Ein einfaches Kreuz wurde von den Teilnehmern des Kreuzweges abwechselnd der Gruppe voraus getragen. Beim Tragen des Kreuzes wird einem erst die Symbolik des Kreuzes bewusst, was das Kreuz in seinem Leben bedeutet.
Die sieben Stationen am Kreuzweg wurden mit den sieben modernen Werken der Barmherzigkeit verknüpft. Zum Schluss jeder Station stimmten wir eine Strophe von dem Lied „Oh du hochheilig Kreuze“ aus dem Gotteslob an.
Die modernen Werke der Barmherzigkeit sind:
- Du gehörst dazu
- Ich höre Dir zu
- Ich rede gut über Dich
- Ich gehe ein Stück mit Dir
- Ich bete für Dich
- Ich besuche Dich
- Ich teile mit Dir
Diakon Albert Wild verband die jeweiligen Stationen des Kreuzwegs mit konkreten Situationen im Leben des einzelnen Menschen und mit den dazugehörenden Werken der Barmherzigkeit.
Bericht und Fotos
Otto Abele
Mit Martinus diözesane und andere Grenzen überschreiten
Bericht vom Auftaktpilgern von Schwaigern nach Eppingen am 12.4.2025
15 Pilger machten sich am 12.4.2025 mit dem Reisesegen der Martinusgemeinschaft bei schönem Wetter auf den Weg und pilgerten von der katholischen Kirche St. Martinus in Schwaigern nach Eppingen zur Kirche „Unsere lieben Frau“.
Der Papst hatte zum sog. Heiligen Jahr 2025 eingeladen. Mit dem Auftaktpilgern beginnen wir das Heilige Jahr. Das Motto dieses Heiligen Jahres ist „Pilger der Hoffnung“, das zum Ausdruck bringt: Das Leben ist ein Unterwegssein, oft verbunden mit der Frage nach dem Sinn und sich immer wieder neu auf die Suche zu machen.
Nach einer kundigen Führung durch die Kirche St. Martinus mit Erläuterung zur Drehung der Kirche in die West-Ost-Richtung und einer drehbaren Figur mit St. Martin auf dem Pferd und der Beschreibung der Fenster mit St. Martin und dem Hl. Adalbert sowie der eindrucksvollen Credo-Fenster, gestaltet von Josef de Ponte. Diese Fenster kommen beim Durchfluten durch der Abendsonne besonders zur Geltung.
Diese Fenster sind auf der Homepage von der Diözese Rottenburg-Stuttgart unter der Adresse https://www.drs.de/ansicht/artikel/glaubensbekenntnis-in-glas.html beschrieben.
Auf dem Pilgerweg von Schwaigern nach Stetten a.H. kamen wir am Friedwald vorbei und machten am Rand Halt. Der Impuls von Diakon Albert Wild hatte von Leistung und Stress zum Thema, geschrieben von Martin Kessel. Danach ging es weiter auf dem offiziellen Martinuspilgerweg über die Grenze der Diözese Rottenburg-Stuttgart in die Erzdiözese Freiburg. Dann ging es weiter von Stetten Richtung Eppingen. Im Hartwald machten wir Pausen zur Stärkung mit Impulsen über „Dinge, die mit Augenmaß zu erledigen sind“ von Ewald Balser und „Mut zur Lücke“ von Gustav Gründgens.
Am „Kraichgaublick“ hatten die Pilger einen guten Ausblick auf die Stadt Eppingen und einem Überblick über den Kraichgau. Nach der Rast ging es den Waldweg hinunter nach Eppingen und zur Kirche „Unsere lieben Frau“. Dort führte uns Herr Geier durch die Geschichte und den Besonderheiten der Kirche. Anschließend sangen wir zum Schluss das Lied „St. Martin, dir ist anvertraut“.
Danach besuchten wir das neben der Kirche liegende Heimatmuseum, das voller gesammelter Zeugnisse religiösen Glaubens ist.
Zum Abschluss sangen wir vor der Kirche das Lied „Möge die Straße uns zusammen führen“ und danach trafen wir uns in der nahegelegenen Gaststätte für eine Stärkung; später fuhren wir mit dem Zug zum Ausgangspunkt der Pilgerreise in Schwaigern zurück.
Bericht Otto Abele
Fotos Otto Abele und Alexander Schwab
Martinus trifft Kommerz
Bericht vom 3. Regionaltag am 23.03.2025 in Ludwigsburg
Insgesamt zehn Aussteller, darunter die Vertreter der Martinusgemeinschaft, waren eingeladen, ihre Angebote zum Wandern und Genießen den Besuchern zu zeigen.
Der Outdoor-Ausrüster „naturzeit“ öffnete an diesem verkaufsoffenen Sonntag seinen Tür für die Besucher des Kunst- und Genussmarkts in Ludwigsburg.
Alexander Schwab, Norbert Keim und Otto Abele stellten in den Ausstellungsräumen des Outdoor-Ausrüsters den vielen Besuchern, die an diesem Tag gekommen waren, den Martinuspilgerweg vor.
Der Martinuspilgerweg ist ein europäischen Kultur- und Pilgerweg, der mit seiner Länge von ca. 2500 km von Szombathely in Ungarn über Österreich nach Deutschland und weiter nach Tour in Frankreich geht. Der Flyer „Sehnsucht wecken“ von Kirche & Tourismus zeigt die vielen Pilgerwege in Baden-Württemberg und der diözesane Flyer „ Den Weg teilen“ bietet Angebote für das Pilgern an vielen Samstagen im Jahr an.
Der Flyer „Pilgern mit Leib und Seele“ gibt Anregungen zum Pilgern im Dekanat Ludwigs-burg und in näherer Umgebung, erarbeitet vom ökumenischen Arbeitskreis Pilgern .
Konkrete Nachfragen nach dem Martinusweg gaben uns die Gelegenheit, die Besucher des Regionaltages nicht nur über das Angebot des Samstagspilgern sowie auch über den Themenweg von St. Martin in Horrheim, den Radpilgerweg mit einer Gesamtlänge von 130 km hier in der Gegend und über den Meinradweg und auch über den Familienmartinusweg im Bietigheimer Forst zu informieren.
Für den outdoor-Ausrüster war es an diesem Jahr offensichtlich wichtig, den Besuchern des Geschäfts nicht nur günstige Ausrüstung zum Wandern, sondern auch Informationen zu den vielfältigen Wandermöglichkeiten in der Region anzubieten und die Gäste mit Kaffee und Kuchen und Fingerfood zu bewirten. Direkt neben dem Geschäft war ein Wagen mit einem Weinausschank aufgestellt, der verschiedene Weine aus der Region anbot und viele Besucher anzog.
Beispiele für einige weitere Aussteller: Mit dem Kraichgau-Stromberg-Tourismus e.V. zu Fuß oder mit dem Rad den Kraichgau erkunden; ein Stand beschrieb die Wanderwege in Bad Urach. Die vielfältigen Angebote des Deutschen Alpenvereins DAV und des Schwäbischen Albvereins bereicherten das breitgefächerte Angebot, auch ein Weindorf am Breitenauer See nahe Heilbronn und eine Weinerlebnistour im Weinberg u.v.m. luden zum Besuch ein.
Ein langer Tisch in der Mitte des Raums war mit einer großen Auswahl an Angeboten von Flyern und Büchern ausgelegt. Interessiert nahmen die vielen Besuchern der „naturzeit“ die Flyer mit, die aufgrund der starken Nachfrage immer wieder nachgelegt werden mussten.
Bericht und Bilder
Otto Abele
Pilgertag am 6.7.2024 auf dem Martinusweg von Bietigheim nach Kornwestheim
16 Wanderer, in der Mehrzahl Mitglieder des Albvereins, wanderten unter Führung von Peter Herrmann vom Stuttgarter Albverein am 6.7.2024 auf dem Martinuspilgerweg von Bietigheim nach Kornwestheim. Am Bahnhof in Bietigheim begrüßten uns Peter Herrmann und Diakon Albert Wild, der uns mit dem Pilgersegen auf den Pilgertag einstimmte. Angesichts des Wetters schlug Herr Herrmann eine kürzere Route vor, die Großingersheim außen vor ließ. Am Rand von Bietigheim ging es durch das kleine Wäldchen Brandholz auf den Martinspilgerweg und nach einer kurzen Pause im Wald stärkten wir uns nicht nur mit Getränken sondern auch mit dem Impuls aus dem Büchle von Anselm Grüm „Aus der Ruhe kommt die Kraft“. Anschließend erreichten wir das Aussiedlergehöft Wilhelmshof. Nach einer Strecke auf dem freien Feld kamen wir zum Schloss Monrepos, das insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert von den Herzögen und Königen als Seeschloss mit dem Seegarten im englischen Landschaftsstil und für Jagden genutzt wurde. Vor dem Schloss ruhten wir uns am kleinen See aus und stärkten uns mit dem mitgebrachten Essen aus dem Rucksack.
Nach einem Ausflug in die Historie des Schlosses und der Geschichte von Alt-Württemberg durch Peter Herrmann und dem Impuls von Albert Wild „Im Rhythmus der Zeit“ von Anselm Grün ging es auf der Seeschlossallee bzw. dem Martinuspilgerweg sowie dem Planetenweg weiter. Der Planetenweg beginnt nördlich des Favoriteparks mit dem Sonnenstandort und endet am Bietigheimer Forst. Der Planetenweg ist eine verkleinerte Nachbildung unseres Sonnensystems, bei dem die Größen und die Abstände der Sonne und ihrer Planeten im Maßstab 1:1 Milliarde dargestellt sind. In dieser Verkleinerung beträgt die Entfernung zwischen Sonne und Pluto 6 km, das entspricht 6 Milliarden Kilometer im Weltall.
Nach dem Planetenweg schloss sich der Besuch des Umspannwerkes an, vorher hörten wir von Albert Wild das Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, in dem das Leben als fortwährender Prozess beschrieben wird.
Weiter ging es zum prächtigen Ludwigsburger Schloss, dessen Geschichte kurz von Peter Herrmann erläutert wurde. Entlang der Außenanlage des Schlosses wanderten wir auf dem Martinuspilgerweg weiter zur Karlshöhe und über asphaltierte Wege nach Kornwestheim zur ältesten Kirche in Kornwestheim, die ev. Kirche St. Martin mit der Tafel „Via Sancti Martini“ am Tor. Der weitere Weg führte uns durch den Stadtgarten mit seinen wunderschönen Blumen an der neueren evangelischen Johanneskirche vorbei zur katholischen St. Martinuskirche mit der Darstellung der Mantelteilung durch St. Martin an der Eingangstüre. In der Kirche endete die Wanderung von Peter Herrmann und Diakon Albert Wild mit dem geistlichen Impuls über „Glückstäfelchen“. Anschließend wurden wir im Café M im Martinihaus bzw. in der Pilgerstube direkt neben der Kirche gastfreundlich empfangen und schlossen dort bei Getränken und süßem Gebäck den Pilgertag ab.
Text und Bilder
Otto Abele
Bericht über den Jahresausflug 2024 des Kindergartens St. Martin in Besigheim
16 Kinder mit ihren 4 Erzieherinnen machten sich am Freitag, den 14.06.2024 mit dem Zug auf den Weg von Besigheim nach Bietigheim. Wegen einer kleinen Verspätung des Zuges verpasste die Gruppe den nachfolgenden Bus. Somit gingen die Kinder mit den Erzieherinnen zu Fuß vom Bahnhof zum Bietigheimer Forst, schon zu Beginn des Pilgertages eine stolze Leistung der Fünfjährigen.
Nach der Einführung über St. Martin und den Martinuspilgerweg ging es zur ersten Station auf dem Familienmartinusweg. Wir hörten die Geschichte von der Verweigerung des Martinus zu kämpfen. Die Kinder konnten sich danach beim Spielen austoben. Der Pilgerstab wurde einem Kind übergeben, und alle mussten an dieser 8-Wege-Kreuzung den richtigen Weg zur Station 2 suchen.
An dieser Station angekommen, hörten die Kinder gespannt zu, wie die Bäume überhaupt atmen und wie die winzig kleinen Münder auf dem Bild aussehen. Wie bekommt ein Baum die Nahrung, die er benötigt? Jeder Baum trinkt ca. 3 bis 4 Badewannen voll mit Wasser jeden Tag; da staunten die Kinder, wenn sie die vielen Bäume um sich herum sahen und verglichen, wie viel jeder Baum trinkt.
Jeder Baum braucht eine gute Grundlage, die Wurzeln müssen den Baum auch noch halten, wenn ein Sturm aufkommt und an den Bäumen rüttelt.
An der nächsten Station wurde die Mantelteilung von den Kindern nachgespielt und mit einem Rätsel die Kenntnisse über St. Martin abgefragt. Danach wurde der Pilgerstab an ein anderes Kind weitergereicht. Auf den Wegen sahen wir viele Schnecken, die genau untersucht wurden, besonders fiel dabei ein großer Hirschkäfer auf, der sich sofort drohend vor den Kindern aufbaute.
An der weiteren Station konnten sich die Kinder ausruhen und durften sich überlegen, wie die Bäume miteinander sprechen. Sie suchten sich verschiedene Naturmaterialien im Wald aus und rochen an den verschiedenen Gegenständen.
Die Eltern warteten schon ungeduldig auf dem Spielplatz. Kurz vor der Ankunft bekamen die Kinder selbstgebackene Gänse, die sie mit ihren Eltern teilen durften. Auf dem Spielplatz angekommen, hatten die Eltern bereits Essen und Getränke für die Kinder bereitgestellt. Auf dem großen Spielplatz konnten die Kinder spielen.
Text und Bilder -Otto Abele
Bericht vom Familientag im Bietigheimer Forst am 15.06.2024
Zwei Familien mit ihren Kindern trafen sich am Samstag, den 15.06.2024 mit dem Pilgerbegleiter und seinem Enkel am Parkplatz 1 auf dem Familienmartinusweg im Bietigheimer Forst. Nach der Vorstellung des Martinuspilgerweges von Ungarn nach Frankreich und des Teilstücks auf dem Familienmartinusweg ging es weiter zur Station 1, wo die Geschichte von St. Martin und die Kriegsverweigerung erzählt wurde. St. Martin hat sich am Ende seiner Soldatenzeit geweigert am Abend des Kampfes gegen die Germanen zu kämpfen, da er nicht mehr dem Kaiser dienen wollte. Der Kaiser sperrte ihn daraufhin ein, aber am nächsten Tag gaben die Germanen auf und kämpften nicht, sodass St. Martin frei kam und von nun an nur noch Gott diente.
An dieser 8-Wege-Kreuzung mussten die Kinder den richtigen Weg suchen, was auch später in Schule und bei der Berufswahl wichtig ist.
Auf der nächsten Station des Familienpilgerwegs lernten die Eltern und die Kinder, wie die Bäume atmen. Auf der Unterseite der Blätter gibt es kleine Spaltöffnungen, wie mikroskopisch kleine Münder, auf der Oberseite schützen sich die Bäume mit einer Wachsschicht gegen die sengende Sonne. Wir lernten, wie die Bäume und wie viel sie am Tage trinken und wie die Bäume miteinander sprechen. An der Station 6 auf der kleinen und verkürzten Runde machten wir eine Pause und die Kinder hörten sich die Geschichte der Mantelteilung an und die Erzählung über die Wahl von St. Martin zum Bischof, bei der die schnatternden Gänse ihn verraten haben und teilten die selbstgebackenen und mitgebrachten Gänse mit ihren Eltern.
Text und Bilder Otto Abele
Bericht vom Auftaktpilgern am 06.04.2024 von Heilbronn nach Schwaigern
Eine Pilgergruppe von 14 Personen traf sich an der St. Peter und Paul Kirche in Heilbronn und wurde von unserem geistlichen Begleiter Albert Wild und von Martin Borgmeyer begrüßt. Martin Borgmeyer erklärte uns kompetent die Besonderheiten dieser Kirche und die Geschichte des Deutschordensmünsters.
Nach dem Impuls von Diakon Albert Wild führte unser Weg zur Kilianskirche mit den Kirchenfenstern von Josef de Ponte. Weiter ging es ohne Begleitung von Martin Borgmeyer unter Führung von Alexander Schwab nach Heilbronn-Böckingen mit Pause im Stadtpark in Böckingen in Richtung Heuchelberg, der schon von weitem zu erkennen war.
Bei schönstem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen im April ging es den Anstieg zum Heuchelberg hoch. Oben angekommen gönnten wir uns bei toller Aussicht auf die Umgebung Heilbronns eine einstündige Pause im Biergarten auf der Heuchelberger Warte mit frischen Getränken.
Nach einem weiteren Impuls von Albert Wild pilgerten wir auf dem Bergrücken entlang und gelangten nach einem steilen Abstieg auf die Straße Richtung Schwaigern. In der katholischen Kirche St. Martin in Schwaigern angekommen, führte uns Frau Haas durch die Kirche und erläuterte uns die drehbare Figur von St. Martin auf dem Pferd und die Kirchenfenster, die auch Josef de Ponte - wie in der Kilianskirche - gestaltet hatte.
In der Werktagskapelle ist der Kirchenpatron der Kirche, der Heilige Martin von Tours, vorgestellt. Das Mittelfenster zeigt die bekannte Mantelteilung. Links ist Martins Missionstätigkeit dargestellt und rechts seine Berufung zum Bischof.
Nach dem Aufenthalt in der Kirche St. Martin machten wir uns auf den Rückweg mit der S-Bahn von Schwaigern nach Heilbronn und von dort fuhr jeder zufrieden nach Hause. Damit endete der wunderschöne und interessante Pilgertag. Vielen Dank an den Pilgerführer Alexander Schwab und an Diakon Albert Wild für die Impulse.
Bericht und Fotos: Otto Abele
Fährpilgern am 1.10.2023 von Waghäusel nach Speyer auf dem Martinusweg-Hauptweg 36-05-A/ 36-05-B
Schon kurz nach dem Bahnhof in Waghäusel kamen wir am ersten Baggersee „Erlichsee“ vorbei. Das Wetter lud zum Reinspringen ein. Schon bald führte der Weg durch Graslandschaften nach Rheinhausen. Nach einer kurzen Pause an der St. Laurentiuskirche folgten wir den Radfahrer*innen zur Rheinfähre. Am Anleger der Rheinfähre gibt es einen kleinen Imbiss, bei dem man sich mit Rheinblick stärken kann. Hier hat man die Möglichkeit den ausgeschilderten Weg 36-05 B entlang des Rheins zu Laufen oder mit der Fähre über den Rhein zu fahren und dann den nicht ausgeschilderten Weg 36-05 A weiter zu pilgern. Nach dem Übersetzen mit der Fähre zeigte uns die Wanderapp den Weg nach Speyer an. Der Wanderweg führt direkt am Rhein vorbei und lud ebenfalls mit vielen kleinen Buchten zum Verweilen und Baden ein. Schon von Weitem sahen wir die Türme des Speyrer Doms. Zum Ende der Etappe besichtigten wir noch den Dom und die anliegende Fußgängerzone. Anschließend fuhren wir mit dem Zug wieder zurück..
Bericht von Martin und Lisa
Bericht vom Radpilgern am 22.07.2023
Insgesamt 5 Pilger waren am Samstag, 22.07.2023, mit dem Rad auf einem Teilstück des Martinus-Radpilgerweges unterwegs. Nach der Begrüßung radelten wir von Besigheim nach Walheim und durch das idyllische Baumbachtal zur Ganerbenstadt Bönnigheim. Der ehemalige Schulleiter des Bönnigheimer Gymnasiums führte uns lehrreich durch die Bönnigheimer Cyriakus-Kirche und zeigte uns die Besonderheiten der Kirche mit dem gut erhaltenen und in der Zeit der Reformation nicht zerstörten Flügelaltar aus Holz. In der Mitte des Flügelaltars wird Cyriakus mit der Tochter des römischen Kaisers Diokletian dargestellt, wie er diese heilt.
Neben Esslingen und Tübingen ist der Bönnigheimer Lettner der letzte in Baden-Württemberg.
Die Orgel mit den 49 Registern ist die größte zwischen Stuttgart und Heilbronn.
Weiter ging es gemütlich mit dem Rad über Hohenstein und Kirchheim auf den Neckarradweg nach Walheim. In der Führung im Römermuseum wurde uns das Leben der Römer am Limes im 2. Jahrhundert in Walheim ausführlich erläutert und die Jupiterstatue und deren Aufbau beschrieben. Im Innern des Museums konnten wir die Bodenheizung, kombiniert mit der Wandheizung, der Römer bewundern. Auch schon vor gut 2000 Jahren gab es schon einen Abwasserkanal vom Römerhaus hin zum Neckar. Der Abschluss war in einer Gastwirtschaft in Besigheim.
Text und Bild
Otto Abele
Bericht vom Pilgertag mit der Familie auf dem Familienmartinuspilgerweg im Bietigheimer Forst am 24.06.2023
Am Samstag machten sich meine Frau und ich zusammen mit einer Familie auf dem verkürzten Pilgerweg durch den Forst. Nach vielen Nachfragen zum Martinuspilgerweg, der von Szombathely in Ungarn über Österreich nach Deutschland, Luxemburg über Belgien nach Tours in Frankreich führt, kamen wir nach einer kurzen Wegstrecke zur 8-Wege-Kreuzung. Wir unterhielten uns über St. Martin und seine Entscheidung vor dem Kaiser Julian, nicht mehr in den Krieg zu ziehen. Auch im Leben von Menschen gibt es Entscheidungen, die dem weiteren Leben eine Richtung geben.
An der Station 2 erkannte das Mädchen im Grundschulalter sofort, wie zwei Menschen auf einer schmalen Schnur balancierend aneinander vorbeikommen können. Nur in Zusammenarbeit können manche Probleme gelöst werden.
An der weiteren Station wurde die überlieferte Geschichte von der Mantelteilung von St. Martin mit dem frierenden Bettler vorgelesen und die Legende von den schnatternden Gänsen vor der Wahl von Martinus zum Bischof. Danach wurden leckere Gänse aus Mürbteig verteilt.
Der unterschiedliche Wuchs der Laubbäume im Bietigheimer Forst wurde erklärt und warum der Efeu an den Bäumen wächst, wie das Internet des Waldes funktioniert und wie sich die Bäume untereinander unterhalten und warum manche Baumarten sich nicht verstehen.
Nach einer informativen Wanderung und interessanten Gesprächen auf dem Pilgerweg freuen sich die Gäste auf einen neuen Pilgertag im nächsten Jahr.
Text und Bild
Otto Abele












































