Beschreibung der Kirche

Die Pfarrkirche trägt das Patronat Heilig Kreuz. Ihre Grundsteinlegung erfolgte im Jahr 1955, eingeweiht wurde sie 1956 durch Bischof Dr. Carl Joseph Leiprecht. Die in Nord-Süd-Richtung erbaute Kirche besteht aus einem längs rechteckigen Hauptschiff, an welches sich ein geräumiger Chor mit einer geraden Rückwand anschließt. Links des Hauptschiffs befindet sich ein niederes Seitenschiff, welchem der Turm vorgesetzt ist, durch den man die Kirche betritt. Der gesamte Innenraum ist hell und Licht durchflutet. Hauptschiff und Chor werden von einer einheitlichen hohen Holzdecke überspannt, die in der Längsachse leicht angewinkelt die Form des darüber liegenden Daches andeutet. Die Kirche bietet Platz für über 300 Besucher. An der Rückwand des Chores befindet  sich ein überlebensgroßes Holzkreuz des oberschwäbischen Bildhauers Karl Rieber. Außergewöhnlich an diesem Kruzifix ist die Ausrichtung der Querbalken, die nicht, wie sonst üblich, waagrecht, sondern leicht nach oben abgewinkelt verlaufen. Es entsteht dadurch der Eindruck, als ob der am Kreuz hängende Christus seine Arme segnend über die Gemeinde heben wolle. Christus wird bis auf ein Lendentuch nackt dargestellt. In seinem Gesichtsausdruck spiegelt sich die Liebe wider, die er durch seinen Opfertod uns Menschen hat zuteil werden lassen. Unterhalb des Kreuzes, eingelassen in die Wand, befindet sich der von Julius Vetter, Schwäbisch Gmünd, entworfene und ausgeführte Tabernakel aus poliertem Messing. Er hat die Form eines Hauses. Der etwas vor Kreuz und Tabernakel stehende Hauptaltar ist in schlichten glatten Formen modern gehalten. Er besteht aus dunkelgrauem, poliertem Kirchheimer Muschelkalkkernstein. An der Frontseite unterhalb der Altarplatte wurde der Abguss einer mittelalterlichen Kreuzabnahme eingelassen. Ebenfalls aus grauem Stein ist der im Chorraum vorn links stehende schlichte Ambo. Der Eingang zum Chorraum wird rechts durch die erst im Jahre 2003 aufgestellte Pfeifenorgel von Orgelbaumeister Michael Kreisz, Schwäbisch Gmünd, sowie links durch den Taufstein eingerahmt.

Marienaltar

Am südlichen Ende des Seitenschiffs befindet sich der Marienaltar. Mit ihrer rechten Hand breitet Maria ihren Mantel aus, unter welchem sich die Schutzsuchenden bergen. Auf ihrem linken Arm trägt die Gottesmutter das Jesuskind, welches in seiner linken Hand die Weltkugel hält, während es mit der rechten die Schutzsuchenden unter dem Mantel wie auch den Betrachter segnet.

Kreuzwegstation

An den Seitenwänden angebracht sind die in Holz gearbeiteten Kreuzwegstationen von Hans Schnepf aus Ellwangen. Sie zeigen in realistischer und moderner Form auf eindrucksvolle Art den Leidensweg Jesu Christi.

Rosette

Blickt man vom Hauptschiff in den hinteren Teil der Kirche, so fällt sofort die oberhalb der Empore in die Rückwand eingelassene große Rosette in der Form eines Rades auf. Von einem Ring in der Mitte gehen 16 Speichen aus. Die Zwischenräume sind mit buntem Glas gefüllt. Innerhalb des Rings in der Mitte befindet sich ein Kreuz in rötlich-beigem Farbton mit fünf weißen Punkten, die fünf Wundmale Christi symbolisierend. Das Kreuz in der Mitte eines Rades symbolisiert, dass sich alles um Christus, den Erlöser der

Christphorusfenster

Ebenfalls in der Rückwand befindet sich unter der Empore eine Dreiergruppe figürlicher Glasfenster. Sie zeigen in starker Farbigkeit die Erzengel Raphael (links) und Michael (rechts) sowie in der Mitte den Heiligen Christophorus. Die Fenster wollen dem Besucher, der die Kirche verlässt, die Zusage geben, dass er auch draußen im Leben nicht allein ist, sondern stets unsichtbare Begleiter bei sich hat. Der Heilige Christophorus erinnert die Gläubigen außerdem daran, nicht nur Begleitete zu sein, sondern auch selbst zu Christusträgern und somit zu sichtbaren Begleitern Jesu Christi in der Welt zu werden. Das Christophorusfenster wurde in ökumenischer Verbundenheit von der Evangelische Kirchengemeinde gestiftet. Dies ist vor allem deswegen besonders bemerkenswert, als zum Zeitpunkt der Stiftung die Ökumene noch keinesfalls eine Selbstverständlichkeit war. Die Fenster wurden vom Kunstmaler Heribert Reul aus Kevelaer entworfen, die Ausführung erfolgte durch die Kunstglaserei Frey in Bietigheim. Diese Kirche, deren Patrozinium das heilige Kreuz ist, wird somit vom Kreuz eingerahmt – das große Holzkreuz im Chorraum und das kleine Glaskreuz in der Rosette. Christus ist damit hier sichtbar als Anfang und Ende.